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#1

RE: Buchvorstellung in Autorenforen sinnlos?

in Themen & Thesen 17.07.2011 08:45
von Streusalzwiese | 161 Beiträge

Wie wirkungsvoll sind Buchvorstellungen in Autoren- bzw. Schriftstellerforen? Meine Meinung: Nicht allzu wirkungsvoll, weil sich in diesen Foren naturgemäss Leute tummeln, die ihre eigenen Bücher an den Mann bzw. die Frau bringen wollen. Potentielle Leser gibt es da sehr wenig.
Besser wäre es natürlich, das Buch in einem Forum, dessen Ausrichtung zum Inhalt des Buches passt, vorzustellen. Sollte es ein solches Forum geben, dann gibt es meistens auch einen Haken: Werbeverbot.
Die Frage bleibt: Wie erreiche ich meine Zielgruppe?


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#2

RE: Buchvorstellung in Autorenforen sinnlos?

in Themen & Thesen 17.07.2011 21:07
von Unstern | 1.334 Beiträge

Es stimmt - teilweise. Zum ersten muss man sich ohnehin von dem Gedanken verabschieden, dass Leute von einem Buch erfahren und gleich zuschlagen. Das ist speziell bei fremden Menschen sehr selten der Fall. Aber wenn ich nun hier und da und dort von einem Buch was höre, das mich grundsätzlich interessiert, schlage ich schon auch mal zu. Und als Autor liest man normalerweise sogar mehr Bücher als andere Leute und man hat auch eher Verständnis dafür, wenn das Buch von einem Kleinverlag eben ein bisschen teurer ist. Je bekannter mir ein Titel vorkommt, desto eher ist das nun mal der Fall, dass man das kauft. (Das ist so wie mit Waschmittelmarken, wer nicht bewusst günstig einkauft, nimmt eigentlich immer das, was er aus der Werbung schon kennt.) Zudem baut man sich auch in Autorenkreisen Kontakte auf und dann interessiert einen auch mal vom Kollegen, was der so schreibt. Nur: Das gibt es eben erst nach jahrelanger Arbeit. Manche versuchen es tatsächlich sehr plump, ich habe schon von Kollegen private Nachrichten z.B. über Facebook bekommen, wo ich gedrängt wurde, ein Buch zu kaufen. Mit so Formulierungen, so ungefähr, wo man doch jetzt "befreundet" wäre ... und das geht natürlich nicht. Man hat schließlich eigene Lesevorlieben und klar, von der Mama oder vom Bruder oder der besten Freundin kann man auch mal ein Buch lesen, das einen vom Thema nicht so interessiert, aber würde ich das bei allen derartig oberflächlichen Kontakten machen, leuchtet das ein, dass das von der schieren Zahl der Publikationen gar nicht geht, weder zeitmäßig noch finanziell.

Letztendlich gibt es keine Werbeaktionen, mit denen man als Autor wirklich glücklich wird. Foreneinträge sind eben kostenlos, man braucht keine guten Kontakte und daher recht leicht zu bewerkstelligen. Aber es gibt natürlich auch bessere Werbeaktionen, die jedoch zumeist finanzielle Mittel und einen hohen Zeitaufwand erfordern und oft nicht von Erfolg gekrönt sind. (Z.B. Zuschriften an Zeitungen.) Man kann nur versuchen, was geht, aber man muss auch aufhören können. Spätestens, wenn man beginnt, sich wie ein Versicherungsvertreter in Sachen Bücherwerbung zu benehmen, sollte man sich mal überlegen, ob das die Sache wert ist.

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#3

RE: Buchvorstellung in Autorenforen sinnlos?

in Themen & Thesen 18.07.2011 10:29
von Streusalzwiese | 161 Beiträge

Zitat
Gepostet von Unstern
Manche versuchen es tatsächlich sehr plump, ich habe schon von Kollegen private Nachrichten z.B. über Facebook bekommen, wo ich gedrängt wurde, ein Buch zu kaufen. Mit so Formulierungen, so ungefähr, wo man doch jetzt "befreundet" wäre ... und das geht natürlich nicht.




Dieses Vorgehen ist kontraproduktiv. Damit macht man sich höchstens Unbeliebt.
Ich zumindest würde kein Buch von Jemandem kaufen, der mich auf solche Weise belästigt.

Ich würde diese Verkaufsstrategie nicht anwenden. Erstens weil die Erfolglosigkeit absehbar ist, zweitens wegen der Peinlichkeit.


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#4

RE: Buchvorstellung in Autorenforen sinnlos?

in Themen & Thesen 18.07.2011 20:32
von Unstern | 1.334 Beiträge

Nein, also so etwas sollte man auf keinen Fall. Natürlich spricht nichts dagegen, wenn man mit einem Kollegen befreundet ist und hin- und herschreibt, dass man einander auch erzählt, was man veröffentlicht hat, aber eben nicht so offensichtlich "Werbung" und ohne Druck dahinter. Man sollte sich da immer selbst fragen, ob man das von anderen möchte. Dagegen in Foren stört es mich auch nicht, wenn Kollegen "Werbung" machen, solange nicht ein und dasselbe in zehn verschiedenen Kategorien gepostet wird. Ich gehe sogar ganz gerne mal "spechteln", was andere so machen und erfahre dabei auch u.a., welche Verlage gerade was in meinen Lieblingsgenres herausgebracht haben.
Gekauft wird ab und an was, aber natürlich auch nicht so viel, ich muss ja auch noch Zeit haben, das alles zu lesen. Ich schlage aber eher zu, wenn sich schon ein bisschen eine Dynamik in der Diskussion darum entwickelt hat und von Leuten, von denen ich noch nie vorher was gehört habe, eher nicht. Daher ist es auch als Autor sehr mühsam, auf diese Weise Werbung zu machen, weil eben Verkäufe kaum direkt auf Forenbeiträge zurückgeführt werden können. Das ist nur sehr selten, wenn jemand zufällig der ultimative Fan von der Thematik ist.

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#5

RE: Buchvorstellung in Autorenforen sinnlos?

in Themen & Thesen 20.07.2011 19:52
von Streusalzwiese | 161 Beiträge

Um Werbung sollte sich der Verlag kümmern. Allerdings hapert es ja auch schon bei Kleinverlagen mit der Werbung. Wenn da der Autor nicht selbst wirbt, dann wird es nichts mit dem Absatz.
Und wenn man sein Buch mit BoD/Eigenverlag herausgebracht hat, dann muss man als Einzelkämpfer um die Aufmerksamkeit der potentiellen Leserschaft buhlen.
Die größte Verkaufschance bietet sich wohl bei Lesungen. Da setzen BoD-Autoren den Großteil ihrer Bücher ab. Wenn man keine Lesungen halten will oder kann (z.B. Stottern, Sozialphobie) dann sieht es düster aus. Denn es stimmt schon was Du sagtest, dass mit Forenbeiträgen nicht viele Bücher verkauft werden können.

[ Editiert von Streusalzwiese am 20.07.11 19:55 ]


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