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RE: Thema DKZV • Absender: Commandant Che, 27.10.2011 13:44

Hallo Leute,

auf den Hinweis eines Freundes hin erlaube ich mir, hier von meinen eigenen Erfahrungen mit einem DKZ-Verlag zu berichten.

Zuvor möchte ich jedoch folgendes mitteilen:
Man sollte niemals unfair sein und andere wegen ihren Entscheidungen bei einem DKZ-Verlag ein Buch zu veröffentlichen verurteilen.
Leider liest man aus so manchen Antworten (nicht unbedingt in diesem Forum, aber doch fast überall, wo solche Dinge thematisiert werden) eine gewissen und recht unfaire Arroganz einiger weniger Leute, die sich z.T. sogar herablassend denjenigen gegenüber artikulieren, die ein Buch bei solch einem DKZ-Verlag veröffentlicht habe.
Das finde ich zutiefst unfair und ungerecht!
Jeder Mensch hat seine eigenen Beweggründe. Solange man diese nicht kennt, ist man leider viel zu oft versucht, sofort seine Vorurteile bestätigt zu bekommen.
Wenn man einen Artikel in einer Zeitung liest, in welchem von einem Mord berichtet wird, dann ist man auch schnell versucht, den Mörder zu verurteilen, solange man bei der Überschrift bleibt.
Meist ist es aber so, dass man zu einer ganz anderen Entscheidung kommt, wenn man den ganzen Sachverhalt kennt.

Wie dem auch sei, hier also meine eigenen Erfahrungen:
Als ich mein Manuskript zu Ende geschrieben hatte, suchte ich mir sofort Verlage mittels google aus, die mein Manuskript veröffentlicht könnten.
Und hier fängt es schon an. Wenn man, wie ich, absolut uninformiert ist und noch keinerlei Erfahrungen in solchen Angelegenheiten hat, dann gewinnt man fast schon zwangsläufig den Eindruck, dass es heutzutage normal ist, da man zumindest einen gewissen Teil der Druckkosten selber trägt. Denn als Anfänger ohne Vorkenntnisse und einer entsprechend einfachen Suche im Netz bekommt man, was man auch für Suchbegriffe in die Suchmaschine eingibt, fast durchweg nur die Namen der DKZ-Verlage aufgelistet. Wenn man sich nun die ersten 10 Verlage aus diesen Suchergebnissen aussucht und sein Manuskript an diese versendet und von fast allen nur Angebote mit Druckkostenzuschuss bekommt, dann denkt man sehr schnell, da man ja selber absolut unbekant und unbedeutend ist, dass das normal, für entsprechend unbekannte und unbedeutende "Autoren" ist.

Etwas irritiert aber dennoch in der festen Überzeugung ein wahres "Meisterwerk" vollbracht zu haben, sucht ich mir eines dieser Angebote aus und informierte mich dann, soweit möglich, auf dessen Internetseite über deren Tätigkeiten. Dessen Internetpräsenz machte einen wirklich guten Eindruck und da man ja selber in seiner teils naiven und teils leichtgläubigen Dummheit geblendet ist, von seinem eigenen Meisterwerk, zugesagt und Vertrag zugeschickt bekommen.
Diesen genauer und mehrmals durchgelesen und am Ende unterschrieben und zurückgeschickt.
Bis ich den entsprechenden Eigenanteil überwiesen hatte, bekam ich immer sofort eine Antwort. Ich hatte fast den Eindruck, dass die Dame, die mich betreute, so etwas wie eine persönliche Ansprechpartnerin für mich ist und mir selbst an Wochenenden immer zügig geantwortet hat.
Der ärger fing an, als ich den gesamten Betrag in einer Zahlung an den Verlag geleistet hatte.
Plötzlich musste ich 1-2 Wochen auf einfachste Antworten warten.
Alles verzögerte sich. Die Lektorierung, die Buchgestaltung, das Coverlayout... einfach alles.
Dann endlich, nach 6 sehr schön angefangenen und ebenso langen und quälenden Monaten bekam ich meine Eigenexemplare.
Dies war ein wirklich schöner Moment!
Nur, von da an ging der Ärger richtig los.
Der Verlag, der sich vorher mit den besten Werbemaßnahmen rühmte, erstellte lediglich einen, wenn auch sehr guten, Pressetext und stelle diesen online. Das war's. Keinerlei Ambitionen, irgendwelchen Vorlesungen zu betreiben, keinerlei Ambitionen irgendetwas anderes als diesen einfachen Pressetext herauszubringen...
Der Verlag hatte ja keine Kosten zu tragen.
Bezahlt wurde alles von mir.
Somit hatte der Verlag auch kein besonderes Interesse daran, meine Bücher zu bewerben und musste ja nicht über den Verkauf meiner Bücher irgendwelche Unkosten wieder einfahren bzw. Gewinn erwirtschaften.

Das wäre aber alles gar nicht so schlimm gewesen, wenn ich nicht erst nach der Veröffentlichung richtig begriffen hätte, was es für einen "Autoren" genau bedeutet, ein Buch über einen sogenannten DKZ-Verlag zu veröffentlichen.
Man wird überall ignoriert. Nirgends kann man eine, auch wenn es eine schlechte wäre, Kritik oder auch nur irgendetwas über sein Buch lese.
Bücher, die bei DKZ-Verlagen veröffentlicht werden, werden rigoros links liegen gelassen und weder gewürdigt noch finden sie irgendwie irgendeine Beachtung.
Ich habe über 20 Exemplare an regionale wie auch überregionale Zeitungen und Magazinen gesandt.
Das Resultat war: nichts! Nicht einmal irgendeine Antwort von diesen über 20 Stellen bekam ich.
Nachdem Wochen verstrichen, wurde mir klar, was für einen riesen großen Fehler ich gemacht hat, ein Buch über einen DKZ-Verlag zu veröffentlichen!
Auch wenn diese Einsicht erst spät kam.
Den Personen, die diese Bücher ignorieren, kann man, wenn man ehrlich ist, absolut nichts vorwerfen.
Denn sie würden diese, für eine rechtsstaatliche Demokratie schon fast kriminellen Organisationen, die sich Verlag nennen, ja indirekt unterstützen, wenn man deren Bücher auch in den Medien bekannt machen und darüber berichten würde.

Für alle Neuautoren, die versucht sein könnten, ihre Bücher über sogenannte DKZ-Verlage zu veröffentlichen, möchte ich folgendes mitteilen:
Stellen Sie sich vor, sie haben über Wochen, gar Monate etwas erschaffen.
Wie dieses auch im einzelnen aussehen mag, sicher ist, dass Sie viel Zeit und viel Mühen darin investiert haben.
Nun komme ich, biete Ihnen als ein DKZ-Verlag an, Ihr Manuskript zu veröffentlichen und erzähle Ihnen das schönste vom Himmel herbei.
Dann aber bitte ich Sie, einen Teil dieser Druckkosten zu übernehmen, da der Markt ja schwierig sei und bla bla...
Am Ende wird ein kleiner Druckkostenzuschuss zu einer 100%igen Übernahme aller Kosten, die bei einem Druck entstehen.
Ich verspreche Ihnen, dass ich das, was Sie erschaffen haben in großer Menge herzustellen, es zu vertreiben und Ihnen einen lächerlichen Teil des Gewinns zu erstatten.
Jeder normale Mensch würde jetzt mit dem Finger auf mich zeigen und meinen, ich hätte sie nicht alle.
Entweder trage ich die vollen Kosten und der Gewinn wird entsprechend geteilt, oder aber sie suchen sich einen anderen "Hersteller".

Nun, ich war so dumm, das muss ich leider ganz klar so sagen, und bin auf diese schändliche Masche dieser kriminellen Organisationen hereingefallen.
War es mein eigenes Ego, meine Verblendung, meine Dummheit.....?
Wahrscheinlich von allem etwas.

Aber das eigentlich schlimme ist, dass es den vielen Menschen, die zu den DKZ-Verlagen gehen, überhaupt nicht gesagt wird, dass ihre Bücher in der Medienlandschaft keinerlei Resonanz haben werden.

Leute, ich möchte Euch warnen und Euch folgendes mitteilen:
- Hört nicht auf zu schreiben, nur weil ständig Absagen eintreffen!
- Seid kritisch mit Euch und Euren Werken selbst!
- Wenn die Verlage, die keine DKZ-Verlage sind, alle absagen, ist das eigene "Werk" vielleicht doch nicht so gut, wie man selbst denkt!
- Überarbeitet es, sehr es Euch nochmals und nochmals an!
- Gebt sie Euren Bekannten, Freunden und Kollegen!
- Sucht Euch Verlagsagenten, die nur auf Erfolgsbasis arbeiten!
Agenten, die auf Erfolgsbasis arbeiten, sind am Anfang eine unheimlich wichtige Einrichtung! Denn diese, eben weil sie Erfolgsbasis arbeiten, sondieren Eure Arbeiten im Vorfeld schon aus. Es würde für sie ja auch nur Zeitverschwendung sein, wenn diese ein Manuskript annehmen, von dem sie selber nicht überzeugt sind.

Ich kann jedem nur empfehlen, bei Gefallen den Link dieser Seite zu kopieren und sie seinen Freunden, Kollegen usw. zu senden, die versucht sein könnten, sich für einen DKZ-Verlag zu entscheiden.

Jetzt erachte ich es als einen sehr sehr großen Fehler, mich für diesen Weg entschieden zu haben.
Auch wenn diese Einsicht so spät kommt: hinterher weiß man immer mehr.

Liebe Grüß0e
Che


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